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Einsatzbericht Rheinhochwasser Juni 2013 Nach sehr viel Regen seit Anfang Mai waren die Böden mit Wasser gesättigt und konnten keines mehr aufnehmen. Nachdem der deutsche Wetterdienst am 30.05.13 eine Warnung vor ergiebigem Dauerregen bekanntgab, war ein Hochwasserereigniss bereits absehbar. Jedoch war dessen Höhe zu diesem Zeitpunkt noch nicht abzuschätzen und man ging noch von einem moderaten Wasserstand aus. Am 31.05.13 wurde deutlich das mit den großen Niederschlagsmengen ein größeres Hochwasserereigniss bevorsteht. Es wurden vorsorglich die Alarmpläne geprüft, Pumpen und Stromerzeuger bereitgestellt. Die erste Lagebesprechung fand Samstagmorgen um 10 Uhr statt. Die Prognosen standen zu diesem Zeitpunkt auf ein Rekordhochwasser mit einem Pegel von 9,00m. Dienstpläne wurden erstellt und das Personal über den Einsatz informiert. Am Samstag um 13 Uhr wurde die Hochwassersperre am Ortsausgang bereit gelegt und das Deichwachhaus eingerichtet. Ab dem frühen Abend war auch die Feuerwehreinsatzzentrale der VG besetzt und nahm Ihre Arbeit auf. Da die Prognosen immer noch unsicher waren wie hoch der Rheinpegel ansteigén wird, wurden am Abend die K 20 gesperrt sowie der Bahnverkehr Wörth-Lauterbourg eingestellt. Kurz darauf wurde auch die Hochwassersperre eingebaut. In der Nacht stieg der Rhein konstant weiter und begann das Gebiet zwischen Neuburg und Berg zu überschwemmen. Am Sonntag erreichte der Wasserstand schließlich seine Höchstmarke mit etwa 8,69m. Durch das Öffnen von Poldern in Frankreich und Baden-Württemberg konnte der Pegel um einige Zentimeter gesenkt werden. Die Deichwachen waren aber weiterhin unterwegs um eventuelle Schwachstellen frühstmöglich zu erkennen. So kam es dazu das am Montagnachmittag ein Ringdeich aus 200 Sandsäcken um eine Quellkade errrichtet werden musste. Hier galt es zu verhindern das Lehm und Sand aus dem Rheinhauptdeich ausgespült werden. Nach dem Durchgang einer zweiten Hochwasserwelle mit einem Pegel von 8,64m begann der Rhein seinen Rückzug. Trotzdem waren die ehrenamtlichen Helfer weiterhin im Einsatz bis das Wasser unter die Marke von 8,00m gesunken war. Der Einsatz der Feuerwehren Berg, Neuburg und Hagenbach war am 05.06.13 gegen 16 Uhr nach über 86h beendet. Es wurden insgesamt ca.1500h Einsatzdienst geleistet. Einige Kameraden wurden für diesen Einsatz von Ihrem Arbeitgeber freigestellt, dafür vielen Dank. Die Bauhöfe unterstützen ebenfalls bei dieser Hochwasserlage.
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