Atemschutz

 

Atemschutzgeräte bieten den Feuerwehrleuten bei ihren Einsätzen Schutz vor gefährlichen Atemgiften, welche beispielsweise durch einen Zimmerbrand entstehen. Der Feuerwehrangehörige muss aber, bevor er diese erweiterte Schutzausrüstung anlegen darf:

 

 ●  Mindestens 18 Jahre alt sein.

 

 ●  Eine gute Körperliche Verfassung besitzen (Ärztliche Untersuchung notwendig).

 

 ●  Den Atemschutzgeräteträgerlehrgang besucht haben

 

 

 

 

 

Der Atemschutzgeräteträgerlehrgang

 

 

Auf diesem Lehrgang wird den Teilnehmern das nötige Grundwissen für einen solchen Einsatz, sowie der Umgang mit dem Atemschutzgerät vermittelt. Im Kreis Germersheim findet dieser Lehrgang zweimal im Jahr in Rülzheim statt.

 

 

 

Der Lehrgang besteht aus

 

 ●  einem theoretischem Teil - Atemorgane, Aufbau von Masken und Geräten, Atemgifte, etc.

 

 ●  einem praktischem Teil - Hauptsächlich Umgang mit Atemschutz erlernen, Absuchen von Räumen, Retten von Personen.

 

 

 

Das Highlight dieses Lehrganges ist der Brandsimulationscontainer der Werksfeuerwehr Daimler Germersheim, indem die Teilnehmer die Temperaturen, welche beispielsweise bei einem Zimmerbrand entstehen, nachempfinden können.

 

 

 

Atemschutz im Einsatz

 

 

Sind diese Vorraussetzungen gegeben, darf der Feuerwehrmann auch unter realen Einsatzbedingungen Schweren Atemschutz oder Filtermasken tragen. Für die weitere Sicherheit im Einsatz sorgt ein Sicherheitstrupp, der außerhalb des Gebäudes positioniert ist und im Notfall sofort den evtl. verunfallten Kameraden zur Hilfe kommen. Ebenfalls wird die Sicherheit durch eine zentrale Atemschutzüberwachung gewährleistet, welche alle, sich im Innenangriff befindlichen Trupps und deren Luftreserven per Funk überwacht und so dauerhaft mit ihnen in Kontakt bleibt.

 

 

 

 

Der Feuerwehr Neuburg stehen dazu 4 Atemschutzgeräte der Fa. MSA Auer vom Typ AirGo in Überdrucktechnik zur Verfügung. Die Stahlflaschen haben einen Inhalt von 6L bei 300bar, dies entspricht ungefähr 1800 Litern Atemluft.

 

 

 

     

   

 

Sicherheit im Atemschutzeinsatz

 

 

Der Einsatz unter Atemschutz gehört zu den gefährlichsten Aufgaben der Feuerwehr Immer wieder kommt es zu Unfällen.

 

Um den Atemschutzgeräteträger mehr Sicherheit zu geben, wurden einige Geräte und Sicherheitsvorkehrungen eingeführt. So muss jeder Geräteträger im Einsatz seine komplette Schutzkleidung tragen.

 

 

Weiterhin wurden auch so genannte Totmannwarner an den PA-Geräten angebracht. Sollte ein Feuerwehrmann das Bewusstsein verlieren ertönt nach ca. 30 Sekunden ein sehr lauter Alarmton der sich nur mit einem Schlüssel abschalten lässt.  Ebenfalls am PA-Gerät wurde ein Notblitz installiert der starke Lichtblitze aussendet. Auch das führt zu einem schnelleren Auffinden des Verunfallten.

Als weiteren Zusatz führen die Atemschutzgeräteträger eine Rettungsschere am PA-Gerät mit, um sich oder andere im Notfall z.B aus einer Leine oder einem Kabel freizuschneiden. Um die Sicht etwas zu verbessern und trotzdem beide Hände frei zu haben, tragen Sie noch jeweils eine sogenannte Knickkopflampe bei sich.

 

     

 

  

 

  Notblitz Totmannwarner  
  Knickkopflampe Rettungsschere  

 

  

 

 

 

   
     

   

 

Atemschutzüberwachung

 

 

Geht ein Trupp unter Atemschutz in den Gefahrenbereich vor, ist das eine enorme Stresssituation. Es gibt sehr viele Dinge die dabei beachtet werden müssen. Ganz wichtig ist dabei natürlich der Vorrat an Atemluft. Jedoch kann es schnell vorkommen das während des Vorgehens der Druck in Vergessenheit gerät. Deswegen wird eine so genannte Atemschutzüberwachung eingerichtet. Diese notiert sich alle relevanten Daten des Trupps, z.B Namen, Flaschendruck, Uhrzeit usw.

 

Um den Überwachenden zu entlasten wurden Dräger Regis 300 Atemschutzüberwachunstafeln beschafft. Diese schlagen Automatisch Alarm wenn eine bestimmte Zeit abgelaufen ist. Der Überwacher ruft dann den Trupp über Funk und lässt sich den Druck durchgeben. Er sieht so den Restdruck und die verbleibende Einsatzzeit, ggf. kann er den Trupp darauf hinweisen das er jetzt den Rückzug anzutreten hat.

 

 

 
 

 

 

Atemschutzüberwachungstafel